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Profil durch Dach-Marken-Strategie: Kreatives Branding macht Hausbesitzern Freude und Betriebe bekannter

Sach- und Fachthemen   |   31/07/23

Ob auf dem Auto oder auf dem Hoteldach, ob auf der Handtasche oder dem Sport-Shirt – Markenzeichen sind überall. Denn Markenzeichen sind Wertsignale. Mit einfachen Symbolen machen sie Hersteller und Qualitätsanspruch sichtbar und wiedererkennbar, prägen sich ein, sorgen für Aufmerksamkeit, unterstützen und bestätigen Kauf- sowie Investitionsentscheidungen. Ganz besonders wird unter anderem zudem geschätzt, dass Marken nicht nur Güter kennzeichnen und aufwerten, sondern auch die Menschen stolz machen, die sie besitzen. Kurz und gut – Marken signalisieren Qualitätsarbeit und geben Kundinnen und Kunden ein gutes Gefühl!

 

Während große Konzerne ganz selbstverständlich national und international Markenpolitik betreiben, ist die Marke im Handwerk dennoch nach und nach in Vergessenheit geraden. Dabei hat sie geschichtlich gesehen im Handwerk sogar ihre Heimat: Die Geschichte der Marke beginnt mit Signaturen und Siegeln an hochwertiger Töpfer-Handwerkskunst – und zwar schon vor 2.700 Jahren.

 

Zum Glück entdeckt das moderne Handwerk die Markenbildung endlich wieder, unter anderem auch das Dachdeckerhandwerk. Erste innovative Beispiele machen Mut zu mehr Marke auch in diesem Gewerk. Ein ausgesprochen überzeugendes Beispiel ist die originelle Branding-Strategie von 100 TOP-Mitglied Marco Robertz aus Bedburg.

Der junge Meister hat von der Unternehmensgründung an auf professionelle Marken- und Marketingstrategien gesetzt und sich ein Corporate Design entwickeln lassen, das Selbstverständnis und Leistungsbereitschaft der Firma in eine ansprechende, sportive Bild- und Symbolsprache übersetzt. Wir haben Marco Robertz zu seinem Ansatz und besonderen Marken-Zeichen interviewt.

 

Blog: Was ist die kommunikative Grundidee deiner Markenstrategie?

Marco Robertz: Wir bringen die charakteristischste unserer Firmenfarben aufs fertige Dach: Es erhält von uns ein goldenes Emblem. Da wir in einer Gegend mit sehr vielen Steildächern leben, ist das in der Regel ein goldener Firstziegel. So setzen wir einen Markenakzent, der zugleich dezent und leicht wiedererkennbar ist.

 

Blog: Wie unterstreicht ihr darüber hinaus, dass ein von euch gebautes Dach ein Marken-Dach ist?

Marco Robertz: Wir händigen den Auftraggebern nach Projektschluss einen im Corporate Design gestalteten Dokumentationsordner aus. Darin sind die fachkundige Planung und die qualitätvolle handwerkliche Ausführung, die später ja nicht mehr sichtbar ist, dargestellt. So ist sie jederzeit auf der Couch – oder bei einem Wertgutachten – nochmal nachzuvollziehen. Die erste Seite des Ordners ist eine Garantieurkunde, die ebenfalls die Markenqualität bestätigt: Wir geben auf unsere Leistungen 10 Jahre Garantie.

Als nette Geste überreichen wir zudem – wo es passt – auch noch ein „kleines Dach“ als Werbegeschenk: einen Marken-Qualitätsschirm.

 

Blog: In welcher Verbindung steht das Symbol zum Corporate Design deiner Firma und deiner Markenstrategie?

Marco Robertz: Der sichtbarste Bezug ist der zur Firmenfarbe Gold, abgeleitet von unserem Corporate Design. Das Markensymbol wird dann außerdem auch noch ganz oben angebracht, also da wo wir unsere Dächer handwerklich haben möchten.

 

Blog: Ein tolles Markensignal, das die Kunden immer wieder an die gute Qualität erinnert und eurer Firma ganz sicher viel Aufmerksamkeit bringt. Wie ist die psychologische Wirkung dieser originellen Idee?

Marco Robertz: Unser Markensymbol auf dem Dach ist Ausdruck dafür, dass wir voller Stolz hinter unserem Werk stehen und das auch nach außen tragen wollen. Mit so einer Dach-Marke präsent und identifizierbar zu sein, würde im Falle eines Fehlers natürlich schnell zu sehr schlechter Werbung werden. Dass wir uns deutlich zu unserem „Produkt“ bekennen, vermittelt deshalb den Kunden zusätzliche Sicherheit. Sie dürfen sich darauf verlassen, dass wir unser Bestes gegeben haben und auch in Zukunft für dieses Dach einstehen.

 

Blog: Was möchtest du anderen Betrieben mit auf den Weg geben?

Marco Robertz: Tipps zu geben fände ich nicht angebracht – ich sehe mich selbst nach wie vor noch als Jungselbstständigen. Und gerade wenn es um das Thema Marke geht, muss man seinen Weg finden. Ich halte es für einen der wichtigsten Aspekte, dass das Branding zur Person passt und man auch Freude daran hat.
 

Blog: Vielen Dank für die Einblicke in deine Markenstrategie und die interessanten Impulse. Was du aus deiner Praxis berichtest, bestätigen auch die Marketingforscher. So rät zum Beispiel ein Fachartikel im „handwerkmagazin“: „Es gibt kaum einen besseren Weg, seinen Betrieb zukunftssicher aufzustellen, als ihn zu einer regionalen Marke aufzubauen.“ Denn Markenzeichen geben Profil, sind Ausdruck von Qualitätsanspruch und Erfolgsfaktoren, sie gewinnen Kunden, steigern die Bekanntheit und fördern die Nachfrage!



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