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Sinn verbindet und bindet - Ausbildungsangebote an die GenZ

Beratung & Service
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04/26/2024
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Die Ära der Print-Ausbildungsangebote im Stellenteil der Tagespresse ist zwar durchaus noch nicht beendet, Nachwuchsgewinnung muss jedoch heute zusätzlich noch andere Wege gehen. Muntere „Wir suchen dich“-Aufschriften auf Firmen­fahrzeugen, Bäckertüten, Bauzäunen und anderen praxisnahen Werbeträgern haben freilich an Wirkung eingebüßt. Besonders Vertreter der Generation Z wollen anders und woanders angesprochen werden. Was macht diese Zielgruppe aus, was ist bei der Kommunikation mit ihr wichtig?

 

Zur Generation Z zählt man die zwischen 1995 und 2010 Geborenen. Also viele „frischgebackene“ Schulabgängerinnen und Schulabgänger sowie junge Studierte mit Bachelor, die es jetzt für die Mitarbeit zu interessieren gilt. Diesen Junioren sind Selbstrepräsentation und Kommunikation über soziale Medien selbstverständlich. Man lebt total digital, ist „always on“. Selbst- und Lebensgefühl gelten als eher ernsthaft, teils auch ichhaft. Individualität und Freiheit, Selbstfürsorge und Zukunftssorgen sind wichtige Leitmotive. Von Unternehmen und Marken werden Authentizität und klare Werthaltungen in ökologischer, sozialer und politischer Hinsicht erwartet. Solch hoher Anspruchshaltung steht oft geringe Loyalität gegenüber – eine große Herausforderung für Arbeitgeber. Jobhopping kommt selbst bei komfortablen beruflichen Bedingungen oft vor, denn Abwechslung bedeutet der GenZ mehr als Sicherheit. Auch finanzielle Anreize stimulieren schnelle Wechselbereitschaft. Dennoch gewinnen und binden kann man diese Generation durch Sinn, Wertschätzung, Perspektiven, sagen Studien. Unverzichtbar sind außerdem gute, moderne Rahmen- und Arbeitsbedingungen: Organisation, wertschätzender Führungsstil mit viel Feedback, Gehalt, persönliche und betriebliche Ausstattung.

 

Gut gefunden werden…

Die typischen Merkmalsprofile haben Auswirkungen auf die Wahl der Medien für die Akquise. Dass Arbeitgeber die Bandbreite der digitalen Kanäle bespielen und dort für Interessenten auch direkt und schnell ansprechbar sind, wird als selbstverständlich erwartet. Neben der eigenen Internetpräsenz des Unternehmens gehören dazu Social Media-Plattformen wie Instagram und LinkedIn, Videoportale wie YouTube und TikTok. Wenn möglich, sollte den Ausbildungs- und Job-Angeboten im Firmen-Onlineauftritt eine attraktive und informative eigenständige Page gewidmet sein. Nur mit einem Button auf der Startseite oder mit einem Menüpunkt auf der Homepage auf eine Personal-Seite zu verlinken, die dann nichts weiter bietet als digitalisierte TZ-Stellenanzeigen – damit erreicht man die Zielgruppe meist gar nicht erst. Sie findet es nicht. Und wenn sie es doch findet, findet sie es nicht gut…

 

Bei den Formen kommt Vielfalt an (Stichwort Abwechslung). Personalmarketing kann also heute heterogener daherkommen. Das macht flexibler, erlaubt mehr Kreativität. Wie schon an den bevorzugten Medienkanälen zu erkennen, darf Bewegtbild-Kommunikation gerne mit dabei sein. Die Klammer bei aller Formvielfalt bildet die gestalterisch und inhaltlich deutlich wieder erkennbare Identität der Arbeitgebermarke.

 

Wertig bewährt sich

Bei den Inhalten gilt es, realistisch zu sein, ohne durch Faktenaufzählungen zu langweilen, andererseits nicht durch oberflächlich wirkende Unterhaltsamkeit unglaubwürdig zu wirken. Am besten legt man den Akzent weniger auf die Beschreibung der Aufgaben und Erwartungen, wie es früher üblich war. Schildern Sie lieber, was man lernen, erleben und bewirken kann, welche Förderung und Chancen den Nachwuchs erwarten, was den Sinn der Arbeit ausmacht. Und vermitteln Sie stets deutlich, wofür Ihr Unternehmen insgesamt steht und einsteht. Werte und ernstzunehmender Content, originell dargeboten, wecken Interesse. Relevanz sichert die beste Resonanz.

 

Verzichten Sie auch darauf, Ihre Angebote inhaltlich und formal betont niedrigschwellig zu präsentieren, um nur ja möglichst viele zu erreichen. Eine Zielgruppe, der es besonders wichtig ist, wertgeschätzt zu werden, fühlt sich am besten bei Arbeitgebern aufgehoben, die sich nicht selbst durch so etwas abwerten. Selbstbewusstsein sorgt für Echo bei der „Generation selbstbewusst“, wie sie Generationenforscher Rüdiger Maas charakterisiert. Zum selbstbewussten Unternehmensprofil gehört unbedingt, eine wertige, hochwertige und von Wertschätzung geprägte Qualifikation zu garantieren.

 

Darüber hinaus hat insbesondere das Dachdeckerhandwerk Pluspunkte, die der GenZ ausgesprochen wichtig sind: größte Vielseitigkeit der Methoden, Aufgaben, Technologien, Betriebsstrukturen mit Nähe und Teamgeist, Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit viel direktem Feedback, starke Werte, gesellschaftlicher und ökologischer Nutzen der Leistungen. Die Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele, für die die GenZ auf die Straße geht, wären ohne unser Gewerk gar nicht zu verwirklichen!


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