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Gut prüfen, gut briefen: Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kommunikationsdienstleistern

Sach- und Fachthemen
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04/30/2024
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„Truth, well told“ brachte David Ogilvy, einer der ganz Großen der modernen Werbegeschichte, Kommunikations-Qualität auf den Punkt. Bis heute ein Leitspruch, der es trifft und zutrifft, selbst für Online-Content gilt er noch. Aber wie findet man die fitten Fachleute, die Wahres und Wissenswertes wirksam aufbereiten? Am besten informieren Sie sich zunächst systematisch online – und zwar in zwei Richtungen.

Suchrichtung 1: Fallstudien Sammeln Sie Beispiele von Werbung (on- und/oder offline, je nach Bedarf), die Sie in punkto Stil, Sprache, kreativen Ideen, Optik, Medien usw. besonders begeistert. Das kann auch etwas aus einer ganz anderen Branche sein. Geeignete Quellen fürs Studium kreativ vorbildlicher und wirtschaftlich erfolgreicher Kampagnen sind zum Beispiel die Websites der Werbe-Fachverbände und Fachmedien; 100 TOP versendet bei Interesse eine Link-Liste. Denn auch in Kampagnenbeispielen von internationalen Weltmarken kann so manch nützliche Anregung für einen mittelständischen Betrieb mit regionalen Wurzeln stecken.

Suchrichtung 2: Marktüberblick Recherchieren Sie, welche Agenturpartner in Ihrer Region für die Zusammenarbeit zur Verfügung stehen und zu Ihnen passen könnten. Lernen Sie mehrere geeignete Firmen kennen, ehe Sie sich festlegen. Die hier zusammengestellten Such- und Auswahlkriterien helfen Ihnen dabei:

  • Erreichbarkeit Es ist von Vorteil, wenn der Firmensitz Ihres Werbeteams in der Nähe ist, damit man sich bei Bedarf problemlos treffen kann. Um genügend Auswahl zu haben, schauen Sie sich in der Agenturszene der größeren Städte in der Region um.
  • Full Service Handwerksbetriebe benötigen in der Regel viele verschiedene Werbemittel und Medienkanäle. Das reicht vom Corporate Design über Anzeigen, Baustellenschilder, Messeauftritte und bis hin zu Online-Aktivitäten. Wählen Sie eine Agentur, die Leistungen in allen benötigten Disziplinen anbietet und dafür Fachpersonal mit unterschiedlichen Qualifikationen beschäftigt. Zum Beispiel für Konzeption und Text, Grafikdesign, Webdesign, Fotografie, Social Media, Marketingstrategie und Beratung.
  • Kreativität Werten Sie die Arbeitsbeispiele und Referenzen aus. Gibt es originelle, konzeptionell überzeugende Kommunikationslösungen? Werden mehrgliedrige, multimediale Kampagnen gezeigt (gut) oder nur Einzelmaßnahmen (ungünstig)? Gibt es Erfolgsnachweise? Passt der gestalterische und sprachliche Stil zu Ihnen? Kreativität, strategisches Denken in Kampagnen und konzeptionelle Stärke sind weit wichtiger, als dass eine Agentur schon Erfahrung mit Handwerkskunden vorweisen kann.
    Kennenlernen Verschaffen Sie sich nach der Vorauswahl bei Agenturbesuchen einen persönlichen Eindruck. So können Sie gleich sehen, wie groß das Team ist, welche Ausstattung zur Verfügung steht, wie gearbeitet wird. Vertreter der Agenturen, bei denen es Ihnen gefallen hat, laden Sie dann zu sich in den Betrieb ein. Achten Sie darauf, ob beim Betriebsbesuch echtes Interesse zu erkennen ist.
  • Offenheit Gute Agenturleute lassen sich neugierig auf Ihre Wünsche ein und sprechen auch Ihre Lieblings-Kampagnenbeispiele gern mal mit Ihnen durch. Vorsicht, wenn mit dem renommiert wird, was die Agentur zuvor für andere Unternehmen realisiert hat. Könnte sein, dass es ein „Erfolgsschema“ gibt, in das man alle zu pressen versucht.
  • Budget Stellen Sie zusammen, was in den Vorjahren für Werbung aufgewendet wurde, und legen Sie fest, welchen Etat Sie für die geplanten Werbemaßnahmen zur Verfügung stellen wollen.
  • Professionelles Briefing Gute Agenturleute stellen zwar von sich aus schon zielführende Fragen. Legen Sie dennoch in einem schriftlichen Briefing fest, was Aufgaben und Zielsetzungen des geplanten Kommunikationskonzepts sein sollen. Zu den Elementen gehören: wirtschaftliche und nichtmaterielle Zielsetzungen (z. B. Imagegewinn, Bekanntheitsgrad, Personalakquise, Kundengewinnung, Umsatzsteigerung), Zielgruppen und gewünschte Auftragsarten, Kernbotschaften (z. B. Qualitätsanspruch, besondere Leistungen, Wertüberzeugungen, Markenidentität), Wünsche zu Medienkanälen on- und offline sowie Vorstellungen von der Tonalität (Emotionalität, Humor, traditionell, cool, Storytelling…). Bleiben Sie aber auch offen für überraschende andere Vorschläge.
  • Auftrag vor Vertrag Lassen Sie möglichst erst einmal einige kleinere Probeaufträge realisieren, ehe Sie sich langfristig vertraglich binden. Souveräne Partner haben kein Problem damit, sich auf projektweise Zusammenarbeit einzulassen.

 

Marketingkommunikation ist Marktposition Trotz Bau-Krise geht es dem Dachdeckerhandwerk dank seiner Vielseitigkeit und nachhaltigen Leistungsangebote weiter recht gut. Warum dann überhaupt in Kommunikation investieren? Weil es sinnvoll ist, seinem Unternehmen öffentliche Wahrnehmung zu verschaffen. Das gibt Standing im Wettbewerbsumfeld, bestätigt Team und Geschäftspartner, gewinnt Kunden und zieht neue Mitarbeiter an. Letzteres ist heute ja bekanntlich wichtiger denn je. Gut, dass jede professionelle Profilierung auf die Arbeitgebermarke einzahlt!


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