Am 12. September waren auch im letzten Bundesland die Sommerferien zu Ende, überall hat jetzt das neue Schuljahr gestartet. Und damit eine neue Saison für Schulprojekte. Den Auftakt bildete am 19. September der „Tag des Handwerks“, diesmal zum Thema „Karriere mit Gefühl“.
Schulprojekte gelten als ideale Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler schon vor dem Abschluss fürs Handwerk zu interessieren, sie kurzfristig für Praktika, langfristig vielleicht sogar für eine Ausbildung im Betrieb zu gewinnen. Eine tolle Chance für Unternehmen! Manche haben schon Routine, feste Partnerschulen und Termine. Andere möchten diese Form der Nachwuchsarbeit einmal kennenlernen und erproben. Für sie haben wir einige Informationen zusammengestellt.
Was sind Schulprojekte?
Zusammen mit Schülerinnen und Schülern realisiert ein Betrieb über mehrere Schulstunden oder tageweise ein gemeinsames Vorhaben. Die Kinder und Jugendlichen erhalten Einblicke in die Praxis, außerdem können sie auch etwas planen, ausprobieren und bauen oder gestalten.
Welche Formate sind üblich?
Das Spektrum reicht von Wissensvermittlung bis zu angeleiteter praktischer Arbeit:
Welche Inhalte soll man anbieten?
Beliebte Schul-Aufgaben sind zum Beispiel: Bau eines überdachten Fahrrad-Unterstands, Lehr-Gewächshauses oder Pausen-Pavillons, Umgestaltung eines vorhandenen Dachs im Schulbereich – Garage, Schuppen usw. – durch Begrünung oder Solartechnik (Gruppenprojekte), Bau von Insektenhotels, Futterhäuschen (individuelle Projekte).
Eine sehr reizvolle Aufgabe kann sein, mit den Jugendlichen Modelle als Lehrmaterial für die betriebliche Ausbildung oder für die Kundeninformation zu entwickeln und auszuführen. So erlebt die Zielgruppe den Stoff im Detail und muss sich überlegen, wie man ihn für Gleichaltrige bzw. Laien verständlich aufbereitet und das Ganze handwerklich umsetzt.
Ebenfalls sehr wirksam ist, einzelne Praxis-Highlights herauszustellen, die Schülerinteressen besonders ansprechen. Beispiel: Unter dem Motto „Das fliegende Klassenzimmer“ Drohneninspektion von Dächern vorführen und die Bilder mit den Schulteams auswerten.
Wie plant man ein Schulprojekt?
Klärung des Bedarfs (welche Ausbildung bieten wir, wie viele Azubis brauchen wir?), Aufbau der Kontakte, Zielsetzung und Ressourcen:
Wenn das Projekt konkret wird, kommt die Vorbereitung der Rahmenbedingungen hinzu: Sicherheitsfragen, Aufsicht, vertragliche Vereinbarungen, Maßgaben für die Auswertung und Dokumentation.
Was ist bei Durchführung und Nachbereitung wichtig?
Kompetente Stellen wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Kammern und Verbände stellen online Infos, Leitfäden, Checklisten und Musterverträge zur Verfügung, die die Vorbereitung und Durchführung erleichtern und absichern. Bei Interesse sendet die NotizBlog-Redaktion gern eine Liste mit ausgewählten Links.
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